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Wie sich durch meinen Sohn mein Leben zum Guten verändert

SchlafphasenweckerIch hatte ja vor etwas mehr als 2 Monaten hier verkündet, dass mir das Laufen wirklich fehlt. Und das tut es auch, aber ich musste trotzdem einsehen, dass die Liebe zu meinem Sohn stärker ist, als jede Vernuftsentscheidung, wieder regelmäßig Sport zu machen.

Um euch mein Dilemma zu erklären, muss ich aber kurz weiter ausholen:

Ich bin von Beruf SAP Consultant und Teil dieses Jobs ist einfach viel zu reisen. Das wiederum bedeutet, dass ich viel und oft von meiner Familie getrennt bin. Als ich damals den Job angetreten bin, wusste ich was mich erwartet und bis dato war es auch nie ein so großes Problem.

Jetzt bin ich aber seit Dezember Vater und das hat meine komplette Welt verändert.

Früher habe ich ohne Probleme abends nach der Arbeit nochmal schnell meine Laufschuhe angezogen und bin losgetigert. Seit mein Sohn auf der Welt ist, ist das alles nicht mehr so einfach.

Ich komme abends nach Hause und versuche ihn noch kurz zu sehen, bevor er ins Bett geht. Das Problem ist, wenn ich dann mal sitze, ist es verdammt schwer nochmal den Arsch hochzubekommen. Aus diesem Grund stand der Anfang meines Neustarts, wieder mit dem Laufen anzufangen, unter keinem Stern.

Zusätzlich kam dann noch dazu, dass ich auch auf meinen Dienstreisen immer mehr den Elan verloren habe. Abends mit den Kollegen essen gehen, man will ja auch nicht als Aussenseiter gelten. Oder Abends dann mit dem Kunden essen gehen, ist das vorher laufen gehen, auch etwas schwierig.

Jeder von euch, der jetzt von Ausreden spricht, hat wahrscheinlich nicht ganz unrecht. Dachte ich zumindest.

“Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.”  Einstein

Aber ich wollte Laufen und merkte dass ich etwas dafür ändern musste. Aber wo anfangen? Hier kam mir der Kollege Zufall zur Hilfe.

Ich bin begeisterter Leser des Blogs von Ivan Blatter und bin bei ihm über den Beitrag – Wie ich zum Frühaufsteher wurde – gestolpert. Ich hatte solche Ansätze mit morgens früher aufstehen, um sein Tagwerk zu beginnen, gelesen, aber ehrlich gesagt immer wieder verworfen. Warum weiß ich eigentlich gar nicht mehr so genau. Auf jeden Fall habe ich den im Artikel beschriebenen Schlafphasenwecker gekauft …

Meine Erfahrung mit dem Schlafphasenwecker

Ich bin begeistert! – Das hört sich jetzt irgendwie komisch an, aber ich frage mich, warum ich diesen Schritt nicht schon viel früher gemacht habe. Ich stehe jetzt seit insgesamt 3 Wochen, jeden Morgen zwischen 5:30 Uhr und 6:30 Uhr auf. – Ja ich stelle jeden Abend meinen Wecker, abhängig von der Zeit wann ich ins Bett gehe – 

Und was soll ich sagen, es funktioniert! Das Teil macht mich genau in dem Moment wach, wenn ich in einer Leichtschlafphase bin. Kein Snoozeknopf, kein Wunsch weiterzuschlafen. Ich stehe einfach auf und fange mit meinem Tag an. 

Entweder gehe ich morgens dann direkt laufen oder fange schon mal an, die ein oder andere private Aufgabe auf  meiner To-Do Liste erfolgreich abzuarbeiten. 

Mein Sohn und meine Frau schlafen dann meist noch, aber wenn ich dann von der Laufrunde zurückkomme, werde ich meist schon mit lautem Glucksen aus dem Schlafzimmer begrüsst. Das Schönste was man sich vorstellen kann. 

Fazit

Ich habe jetzt Beides, meinen Sohn und das Laufen wieder erfolgreich in mein Leben integriert, was unheimlich wichtig für mich war. Denn jeweils nur mit einem habe ich mich nicht komplett gefüllt! Dafür ein dickes Danke an Ivan Blatter und den Artikel der mich zu neuen Taten ermutigt hat.

Und was seid ihr alles bereit für euren Sport zu tun?

4 Comments

  1. Hallo, Matthias, ich habe Gänsehaut beim Lesen, wie schön Kinder unsere Welt verändern können, dann muss man nach Alternativen suchen, mir ist es damals auch gelungen, man muss nur einen Weg finden, du hast ihn gefunden, freut mich, und deine Familie profitiert auch von einem fitten Papa und Ehemann !

    Auch hier gilt: Wo ein Wille ist, ist ein Weg, ich habe es jahrzehntelang ebenfalls erfolgreich praktiziert, so erfolgreich, dass meine Nachkommen alle regelmäßig ihre Laufschuhe schnüren ! ;)

    • Dann scheinst du, liebe ultragut, alles richtig gemacht zu haben! ;-)

      Ich hoffe, dass ich auch mal Runden mit meinem Sohnemann drehen kann. Das wird aber noch ein bisschen dauern! ;-)

      Gruß auch an die laufende Bande
      Matthias

  2. Danke für den Link zu meinem Artikel!

    Ich habe auch lernen müssen, dass ich morgens früh Sport machen muss – sonst schaffe ich es nicht.

    Ich bin ja ein Morgenmensch und eigentlich habe ich mir gedacht, dass ich meinen Sport lieber am Nachmittag mache, wenn ich ohnehin keine Power habe.
    Das habe ich ausprobiert – und zwar genau einmal… Das war nämlich so ungünstig, weil ich mich kaum aufraffen konnte, so dass ich jetzt meinen Sport seit Jahren morgens früh (d.h. ab 6:30h mache).

    Die Folge? Ich bin fit, selten krank, fühle mich gut und bin, wenn es mit der Arbeit richtig losgeht, hellwach und motiviert.

    • Hallo Ivan,

      bitte schön! Schön das du hier in meinem bescheidenen Heim vorkommst. Und ein noch größeres Danke schön, dass du dir die Zeit für einen Kommentar genommen hast.

      Ja, ich bin jetzt auch zu den Frühsportlern gewechselt, allerdings bin ich im Moment krank, aber am Freitag morgen soll es laut Doktore wieder losgehen!

      By the way bin gerade in der Schweiz beim Kunden! ;-)

      Gruß
      Matthias

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